Touren und Natur

Unterwegs zu den Schätzen der Natur

In den Lechtaler Alpen überrascht die Natur aufgrund ihrer geologischen Zusammensetzung mit einer verschwenderischen Fülle kostbarer Pflanzen. Inmitten dieses natürlichen Alpengartens stehen die beiden Hütten der DAV-Sektion Leutkirch: Die Leutkircher Hütte und das hier beschriebene Kaiserjochhaus.

Schon der Aufstieg führt an Quellmooren mit einer Vielzahl blühender Orchideen wie Geflecktes Knabenkraut, Mückenhändelwurz, Großes Zweiblatt und Sumpfstendelwurz vorbei. Auch das Alpenfettkraut, eine Insekten fangende Pflanze, ist dort anzutreffen.

Durch den Krummholzgürtel mit seiner Zwergstrauchgesellschaft aus Latschen und Alpenrosen zieht sich der Steig hinauf zu den Mähdern mit ihren herrlichen Blütenteppichen. Die zahlreichen Sprosse von Weißem Germer und Gelbem Enian sind zum Verwechseln ähnlich, Enziane und Berghahnenfuß zeichnen bunte Farbtupfer ins gesunde Grün der Almwiesen. Je nach Jahreszeit gedeihen Steinbrech, Knabenkräuter, Anemonen, Glockenblumen, Arnika und Alpenastern, dazwischen haben Gräser, Farne, Moose, Pilze und Flechten ihr Zuhause. Gleich neben der Hütte blühen Zwergknabenkraut, Steinquendel, Thymian und Gemskresse, zusammen mit Enzian und Mehlprimel bilden sie prächtige Blütenpolster.

Auch noch weit oben, auf einer Höhe von etwa 2300 Metern, ziert eine üppige Blumenpracht die sattgrünen Matten: Kurz unterhalb des Gipfels des Stanskogels blüht im Sommer zum Beispiel die seltene Monte-Cenis-Glockenblume.

Den Tieren auf der Spur

Das possierliche Murmeltier und die flinken Gämsen sind an vielen Orten in den Lechtaler Alpen zu finden, besonders zahlreich tummeln sie sich jedoch am Weg zwischen Kaiserjochhaus und Leutkircher Hütte. Ein Schauspiel besonderer Art ereignet sich dort auch gleich nach der Schneeschmelze: Im Hochmoor bei der Nessleralm treffen sich Hunderte von Bergmolchen in einem winzigen Bergesee, um dort ihren Laich abzulegen.

Zahlreiche Schmetterlinge gaukeln im Sommer über die Almen. Mit etwas Glück kann man sogar den prächtigen Alpenapollo entdecken.

Gerne zieht der Steinadler seine Kreise über dem Kaiserjochhaus, am Vormittag sieht man ihn unterhalb des Malatschkopfs. Eine Steinbockkolonie hat sich an der Feuerspitze niedergelassen und wer sich ruhig verhält wird am Kaiserjochhaus vielleicht mit dem Anblick einiger Schneehühner belohnt.

Interessante Touren

Gipfeltouren

Weitere Touren können Sie unter folgendem Link einsehen: Alpenvereinaktiv - Das Tourenportal der Alpenvereine